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Die Nachkriegsgeschichte Berlins ist in zahlreichen wissenschaftlich-dokumentarischen Veröffentlichungen festgehalten. Und Schriftsteller haben sie auch belletristisch "bewältigt".
Auch die Geschichte der "Sportstadt Berlin" seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war bereits Gegenstand historischer Betrachtung. Der Motorsport allerdings in den beiden Jahrzehnten, die mit den Daten 1945 und der Schleifung der berühmt-berüchtigten Steilkurve unter dem Funkturm anno 1967 zu umschreiben sind, blieb dabei kaum mehr als eine Fußnote.
Ein solcher Befund behält seine Gültigkeit, auch wenn ich selbst schon 1972 eine erste "Avus-Story" geschrieben habe, die die fragliche Nachkriegs-Periode keineswegs aussparte. Im Gegenteil.
Aber es war eben ein spezieller "Avus"-Report, den ich zu Papier gebracht haben wollte, die Geschichte der "Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße" im Berliner Grunewald als Rennpiste für - in den 30er Jahren und auch später noch - der Welt schnellste Automobile. Schon die vielen Zweirad-Konkurrenzen auf den Geraden zwischen Nikolassee und Eichkamp blieben dabei bewusst ausgespart, sie standen im Hintergrund des Interesses.
Kein Gegenstand meiner - und auch irgendeiner anderen mir bisher bekannten - Betrachtung war das motorsportliche Umfeld. Motorsport in Berlin: das musste "großer" Motorsport sein, dem sprichwörtlichen Anspruch Spree-Athens entsprechend. Rennen also mit Rekorden und internationalen Assen. Und sie gab es ja selbst in den Jahren der Ruinen und des Wiederaufbaus der zunehmend in zwei Hälften zerfallenden ehemaligen Reichshauptstadt. Aber sie waren nicht alles.
Es ist das Verdienst von Axel Kirchner, diese ungeheuer aufregende Zeit in beiden Teilen Berlins als Gegenstand motorsportlich-historischen Interesses entdeckt und bearbeitet zu haben. Die ersten, fast vergessenen Wettbewerbe mit aus Trümmern geborgenem Material, bestritten vornehmlich auf zwei Rädern - verständlicherweise. Ausgetragen a
